Wahoo verklagt Zwift

Wahoo verklagt Zwift

Wahoo verklagt Zwift 1859 612 Wiegetritt Cycle Components

Wahoo hat einen Patentstreit gegen Zwift eröffnet. Dabei ist der neue Smarttrainer von Zwift in Wirklichkeit nur der alte Jetblack Volt.

Stress im Hause Zwift

In den ersten Septembertagen kam Zwift ganz stolz mit einem eigenen Smarttrainer daher. Auch wenn vom total versemmelten Traum eines Smartbikes aka Tron-Bike keiner mehr spricht, hat die Indoor-Szene von einem Zwift Smarttrainer mehr erwartet, als einen Jetblack Volt mit Z-Aufkleber. Großen Versprechen wie „Realistischer geht es nicht“ reißen so niemanden vom Hocker.

Jetzt soll, zumindest verteilen diese Information mehrere Blogger, Wahoo Klage eingereicht haben. Es geht um die ersten Kickr Trainer aus 2013. Der hat nämlich als einziger eine tatsächliche drahtlose Verbindung zum Computer aufgebaut. Der Kickr war sozusagen das iPhone für Smarte Trainer, wie wir sie heute kennen. Leute wie Zwift und Trainerroad partizipierten natürlich nicht nur davon, sondern wurden auch zu den Major Brands für die Zuhauseradfahrer.

Zwift und Trainerroad profitierten vom Wahoo Kickr

Neben dem Wahoo Kickr, der ständig verbessert wurde und Tacx, fuhren andere im Windschatten mit. Der Wahoo Core blieb zwar ein eher mittelmäßiger Smarttrainer, war aber immer noch Benchmark in dieser Preiskategorie. Aus Australien kommt der in Deutschland wenig bekannte Jetblack Vault mit dem Pseudopreis 799,- Euro bzw. real für knapp 600 Scheine. In den USA soll der gar nicht zu bekommen sein. Mit den News zur Patenklage erklärt sich, warum Jetblack einen Bogen um den Verkauf in den USA gemacht hat.

Auf Zwift.com ist der Zwift Hub für 499,- Euro ab dem 3. Oktober. Heute ist der 16.

Im Zwift Shop wird der Hub für 499,- Euro angeboten. Mit einem Klick auf Benachrichtigen wird man, wie der Name sagt, benachrichtig, sobald der Smarttrainer ab dem 03. Oktober lieferbar ist. Heute ist der 16.10. und der Button ist noch immer sichtbar. Lieferverzögerung?

Warum verklagt Wahoo gerade jetzt Zwift?

Offensichtlich geht es um ein US-Patent. Weil der Jetblack in den USA nicht erhältlich war, hat das bisher auch niemand gejuckt. Mit dem Markteintritt von Zwift, sieht das natürlich anderes aus. Schwung in den Streit bringt das Schungrad und die Art der Übertragung. Man spricht sogar von einer plumpen Kopie des Wahoo Kickr. Ehrlich gesagt glaube ich, dass das Thema Hardware bei Zwift nicht wirklich mit Enthusiasmus verfolgt wird. Wenn Zwift einen Smarttrainer bringt, dann kann man ein Highendteil erwarten. Hat sich in Watopia niemand die Frage gestellt hat, warum es den Jetblack nicht in den USA gibt? Auch hier wird also nur mit Wasser gekocht. Bei Jetblack hat ein  Haufen Dollar die bei Jetblack vergessen lassen, dass da in den USA noch irgendwas zu regeln war … Ein Schelm, der hier böses denkt.

Was davon wirklich stimmt und wie es weiter geht wird wohl Ende Oktober bekannt werden. Bis dahin hat Zwift Zeit zu reagieren.

Andi

Der Autor: Andi sagt, er wären heute in seinem dritten Rennradleben. Er schreibt für Fachzeitmagazine aus verschiedenen Sportarten und war bis Ende 2021 Resident im Podcast Rennrad-WG vom Blog cyclingclaude.de. Am liebsten fährt er mit seinem Giant TCR und bergauf. Mehr zu Andi

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